Magnetresonanztomographie (MRT)

Sollten Sie elektronische Implantate wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Schmerzpumpen, Insulinpumpen, Cochleaimplantate, Blutzuckersensoren oder Hirnschrittmacher im Körper tragen, informieren Sie uns bitte schon bei der Terminvergabe darüber. Auch wenn Ihr Implantat als MRT-tauglich eingestuft wird, müssen wir es vor der Untersuchung überprüfen. Zum Teil dürfen diese Implantate nur einer bestimmten Feldstärke oder nur eine festgelegte Zeit dem Magnetfeld ausgesetzt werden. Manchmal müssen wir bestimmte Vorbereitungen treffen. Sprechen wir vorher darüber, vermeiden Sie unnötige Fahrten zur Untersuchung und wir vermeiden leerstehende Geräte.

Die Magnetresonanztomographie, auch bekannt als Kernspintomographie, erzeugt mithilfe von Radiowellen und einem großen Magneten Schnittbilder Ihres Körpers. Darauf lassen sich selbst kleinste Veränderungen erkennen. Heutzutage können wir es in allen Körperregionen einsetzen und so viele Krankheiten schon in einem frühen Stadium diagnostizieren. Im Gegensatz zum Röntgen oder der Computertomographie (CT) wird bei der MRT keine Röntgenstrahlung oder ionisierende Strahlung verwendet. Das macht die MRT zu einem schonenden und gleichzeitig sehr präzisen Untersuchungsverfahren.

An unseren Standorten Bremen Schwachhausen, Bremen Mitte und Bremen Nord bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum an kernspintomographischen Untersuchungen an. Insgesamt haben wir sechs hochmoderne Geräte mit einer optimalen Bildqualität.

MRT des Kopfes

Mit einer MRT des Kopfes kann z. B. die Ursache von Kopfschmerzen, Schwindel oder Gedächtnisminderungen untersucht werden. Auch Hirntumore, Hirnblutungen oder Schlaganfälle lassen sich so diagnostizieren oder ausschließen. Hals und Gesichtsschädel können untersucht werden, um den Auslöser möglicher Schmerzen zu finden. Eine sogenannte MRT-Angiographie macht außerdem Arterien und Venen des Kopfes sehr gut sichtbar.

MRT-Spektroskopie

Die MRT-Spektroskopie ist ein Verfahren, um Stoffwechseldaten in einer bestimmten Körperregion zu ermitteln. Dazu wird kein Kontrastmittel benötigt. Häufig wird die MRT-Spektroskopie im Gehirn angewendet, um Tumore oder neurodegenerative Erkrankungen zu diagnostizieren.

MRT der Wirbelsäule

Mit ihren Wirbeln, Bandscheiben und Nervenstrukturen ist unsere Wirbelsäule sehr komplex aufgebaut. Deshalb eignet sich die dreidimensionale Bildgebung der MRT besonders gut, um mögliche Schäden an Hals-, Brust-, oder Lendenwirbelsäule darzustellen. Dazu gehören z. B. Bandscheibenvorfälle, Verschleißerscheinungen der Wirbelgelenke oder Entzündungen. Mithilfe der Magnetresonanztomographie können wir solche Veränderungen gezielt erkennen.

MRT des Brustkorbes

Durch die MRT des Brustkorbes bekommen wir eine detaillierte Darstellung der unterschiedlichen Organe, des Gewebes und der Knochen in diesem Abschnitt vom Rumpf. Leiden Sie z. B. unter entzündlichen Veränderungen an Organen oder Gewebe sowie an Knochenverletzungen, werden sie durch unsere MRT-Aufnahmen deutlich sichtbar.

MRT des Herzens

Dank der hohen Detailgenauigkeit können wir Funktionsstörungen des Herzens, Herzrhythmusstörungen oder andere Erkrankungen des Herzmuskels wie Entzündungen oder Tumore sehr gut mithilfe der MRT untersuchen. Auch Pumpleistung und Größe des Herzmuskels können bestimmt werden. Die Magnetresonanztomographie dient außerdem der Abklärung von Herzklappenfehlern und der Untersuchung von Patienten mit angeborenen und/oder operierten Herzfehlern. Bei allen Untersuchungen arbeiten wir eng mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen zusammen.

Um Erkrankungen des Herzmuskelgewebes (Myokard) zu untersuchen bzw. abzuklären, ist die Gabe eines Kontrastmittels nötig. So können wir beurteilen, wie sich das Kontrastmittel im Herzmuskelgewebe anreichert. 10 bis 15 Minuten nach der Kontrastmittelgabe kann eine MRT-Messung Fibrosen oder Narbenareale zeigen, die sich nach Entzündungen oder Durchblutungsstörungen gebildet haben.

Zum Nachweis von Einengungen der Herzkranzgefäße (Koronarien) ist die Kernspintomographie nicht das Verfahren der ersten Wahl. Eine Computertomographie bietet in diesem Fall eine deutlich bessere Auflösung sowie Sicherheit in der Darstellung. Deshalb empfehlen wir die CT-Koronarangiographie mit sehr geringer Strahlenexposition an unserem hochmodernen Dual Energy CT.

MRT der Brust (MR-Mammographie)

Die MRT der Brust, auch MR-Mammographie genannt, ist derzeit das modernste Verfahren in der Brustdiagnostik. Dank der hohen Erkennungsrate können sogar kleinste Tumore nachgewiesen werden. Völlig ohne Strahlenbelastung nutzen wir die MR-Mammographie damit sowohl in der Früherkennung als auch während der Therapie und in der Nachsorge.

Besonders wichtig ist die MR-Mammographie bei Patientinnen mit einem erhöhten individuellen Turmorrisiko. Das liegt vor, wenn Patientinnen bereits an Brustkrebs erkrankt waren, ein erhöhtes familiäres Risiko aufweisen, bei ihnen das Brustkrebs-Gen nachgewiesen wurde oder sie sich einer Strahlentherapie unterzogen haben. Außerdem untersuchen wir Sie nach einer Implantation von Prothesen in der Brust (Silikonimplantate) sowie bei Nichtdurchführbarkeit einer Röntgenmammographie.

Zur Vorbereitung der Untersuchung benötigen wir Ihren Kreatinin-Wert, der durch eine einfache Blutentnahme bestimmt werden kann. Bei Frauen, die einen regelmäßigen Menstruationszyklus haben, wird die Untersuchung zwischen dem 7. und 14. Tag der Regel durchgeführt. Weitere vorbereitende Maßnahmen sind nicht notwendig.

Sollte sich bei der MRT-Untersuchung ein Brustkrebs nachweisen lassen, ist eine weitere Abklärung nötig. Dazu wird in der Regel ein Teil des Gewebes mittels einer Biopsie entnommen. Kann der Befund mit keinem anderen Untersuchungsverfahren nachgewiesen werden, können wir das auffällige Gewebe auch in der MRT markieren oder biopsieren.

MRT von Bauchraum und Becken

Mit einer MRT stellen wir den Bereich zwischen Brustkorb und Becken mit den dort liegenden Organen wie z. B. Leber, Nieren, Milz, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm (Hydro-MRT/MRT-Sellink) sowie Harnleiter- oder Gallengänge optimal dar. Damit können wir die unterschiedlichsten Krankheitsbilder wie Entzündungen, Tumore oder auch Gallensteine beurteilen. In vielen Fällen können wir durch die genaue Darstellung der MRT sogar unterscheiden, ob es sich um gut- oder bösartige Veränderungen handelt, sodass eine nachfolgende Biopsie nicht mehr nötig ist.

MRT der Prostata

Mit jährlich 65.000 Betroffenen ist Prostatakrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Männern. Wie bei allen Tumoren sind die Heilungschancen umso höher, je früher sie erkannt werden.

Der Verdacht auf ein Prostatakarzinom ergibt sich meist durch einen erhöhten PSA-Wert. Dieser wird heutzutage sowohl hausärztlich als auch urologisch im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung bestimmt. Ein Anstieg des Wertes kann jedoch auch durch eine andere Erkrankung der Prostata, wie z. B. einer Entzündung oder einer Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) hervorgerufen werden.

Wir bei ZEMODI führen schon seit Jahren die multiparametrische Prostata-MRT durch. Damit können wir ohne Biopsie und mit hoher diagnostischer Sicherheit abklären, ob und wo sich ein Tumor befindet. Ganz ohne Blutungs- oder Infektionsrisiko. Da wir Ihnen zur Untersuchung ein Kontrastmittel injizieren, benötigen wir im Vorfeld lediglich Ihren Kreatinin-Wert. Etwa eine Stunde vor der Untersuchung sollte der Enddarm entleert werden, um die Bildqualität zu verbessern. Weitere Vorbereitungen sind nicht nötig. Insbesondere eine Endorektalspule ist durch die Untersuchung mit unseren hochmodernen Geräten (3 T) nicht notwendig.

Weisen wir einen Tumor nach, ist eine urologische Abklärung notwendig. Dort wird die Aggressivität des Tumors mit einer gezielten Biopsie bestimmt. Erfolgt eine Biopsie ohne vorherige MRT-Untersuchung, besteht die Gefahr, beispielsweise kleine oder im vorderen Teil der Vorsteherdrüse befindliche Tumore nicht zu erfassen. Die von uns angefertigten MRT-Bilder können auch zur MRT-fusionierten Ultraschallbiopsie, wie sie mittlerweile in vielen urologischen Zentren erfolgt, herangezogen werden.

Besonders bei aggressiven Tumoren bieten wir im Anschluss eine weitere Abklärung mit dem PSMA-Ganzkörper-MR/PET an. Dieses Verfahren deckt mögliche Metastasen in Lymphknoten, Knochen oder anderen Organen auf und ermöglicht damit, die nachfolgende Therapie optimal zu gestalten. Es bietet sich auch an, wenn nach einer Prostataentfernung der PSA-Wert durch ein Karzinom wieder ansteigt. Diese Entwicklung nennen wir laborchemisches PSA-Rezidiv.

Im Gegensatz zum PSMA-PET/CT ist das PSMA-MR/PET deutlich strahlenärmer und kann mit einem multiparametrischen MRT der Prostata oder der Prostataloge verbunden werden.

MRT der Becken-Bein-Gefäße

Mithilfe der Magnetresonanztomographie von Gefäßsystemen können wir nicht nur große Schlagadern wie die Aorta darstellen, sondern auch kleine Gefäße, z. B. in den Armen oder Beinen. Damit wir die untersuchten Gefäße gut sehen können, kommt, außer bei Hirngefäßen, ein Kontrastmittel zum Einsatz. Besonders wenn es um Erkrankungen wie Gefäßverengungen oder -verschlüsse geht, nutzen wir diese Untersuchungsmethode.

Sollte aus einem Grund die Gabe von MRT-Kontrastmitteln nicht möglich sein, stehen uns im Einzelfall auch Untersuchungstechniken zur Verfügung, die eine Kontrastmittelgabe nicht zwingend erfordern.

MRT von Gelenken und Extremitäten

Gelenkprobleme, Verletzungen im umliegenden Gewebe, Knochenbrüche oder Entzündungen können wir mithilfe der MRT schonend und sehr genau diagnostizieren.Auch schwer zugängliche Bereiche werden mit diesem Verfahren sichtbar. Wir verwenden diese Methode zur Diagnose an Schulter, Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuß.

Vorbereitung

Eine spezielle Vorbereitung auf Ihre MRT-Untersuchung ist in der Regel nicht notwendig. Am besten kommen Sie möglichst entspannt und ohne weiteren Terminstress zu uns.

Bei speziellen Fragestellungen und Untersuchungsregionen, wie z. B. bei Untersuchungen des Bauchraums, der Prostata, der Gefäße, bei Tumorerkrankungen oder bei Entzündungen, injizieren wir Ihnen ein Kontrastmittel, um die Aussagekraft der Bilder zu erhöhen. In diesem Fall benötigen wir Ihren aktuellen Nierenfunktionswert (Kreatinin), der einfach durch eine Blutabnahme bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt bestimmt werden kann. Alle Details dazu besprechen wir schon bei Ihrer telefonischen Anmeldung. Leiden Sie unter einer stärkeren Nierenfunktionseinschränkung, wägen wir die Kontrastmittelgabe im Einzelfall ab.

Für eine Untersuchung des Bauchraums sollten Sie nüchtern zu uns kommen. Sind Sie zu einer Untersuchung des Darms bzw. der Prostata in unserem Diagnostikzentrum, ist eine vorherige Entleerung des Darms bzw. Enddarms notwendig.

Durchführung

Während der MRT-Untersuchung liegen Sie entspannt und meist mit dem Rücken auf dem Untersuchungstisch. Für die Untersuchung bewegt sich der Tisch langsam mit Ihnen in die Magnetröhre. Um eine optimale Bildqualität zu erhalten, sollten Sie dabei möglichst ruhig liegen. In der Magnetröhre hören Sie laute Klopfgeräusche. Sie erhalten von uns Ohrstöpsel oder Kopfhörer, auf Wunsch auch beides, um den Geräuschpegel für Sie angenehmer zu machen. Während der Untersuchung sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit in Sicht- und Hörweite, sodass Sie sich keinerlei Sorgen machen müssen.

FAQ

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die MRT-Untersuchung selbst dauert zwischen 15 und 30 Minuten, je nach untersuchter Region. In manchen Fällen (z. B. bei Untersuchungen des Herzens) kann sie bis zu 60 Minuten dauern. Im Anschluss werden Ihre Daten gesichert, direkt von unseren Expertinnen und Experten ausgewertet und mit Ihnen besprochen. Deshalb sollten Sie mindestens 90 Minuten, besser 120 Minuten, Zeit für Ihren Termin mitbringen. So müssen Sie und wir uns keinen unnötigen Stress machen. In der Regel ist der Aufenthalt in unserer Praxis jedoch kürzer.

Wann wird ein Kontrastmittel verabreicht?

Bei speziellen Fragestellungen oder Untersuchungsregionen wie z. B. des Bauchraumes, der Prostata, der Gefäße oder bei Tumorerkrankungen ist mitunter die Gabe eines Kontrastmittels notwendig, um Gewebebereiche noch besser voneinander abzugrenzen.

Kann das Kontrastmittel auch bei Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes verabreicht werden?

Ja. Bei dem Kontrastmittel handelt es sich um eine stabile Gadoliniumverbindung, die im Körper nicht verstoffwechselt, sondern vollständig über die Nieren ausgeschieden wird.

Können allergische Reaktionen auftreten?

Allergische Reaktionen auf Gandoliniumverbindungen sind äußerst selten. Treten sie doch auf, können wir sie mit antiallergisch wirkenden Medikamenten behandeln.

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