PET:
Bei der PET wird einfache chemische Verbindung (z.B. Glukose) mit einer radioaktiven signalgebenden Substanz (Tracer, z.B. Fluor-18-Nuklid, 18F) zu einem Radiopharmakon (FDG: Fluor-Deoxyglucose) gekoppelt und dem Patienten injiziert. Das Radiopharmakon reichert sich in Organen und Geweben mit gesteigertem Stoffwechsel an. Das Nuklid zerfällt unter Abgabe eines Positrons (e+), welches mit einem Elektron der Umgebung zu zwei Gamma-Quanten rekombiniert. Diese Gamma-Strahlung wird mit einer Ortsgenauigkeit von ca. 5 mm von den Detektoren des PET registriert und computertechnisch in Schwärzungsbilder umgewandelt. Mit FDG z.B. können besonders Tumoren mit ihrem erhöhten Zuckerstoffwechsel sichtbar gemacht werden.
PET/CT:
Kombiniert man PET und CT in einem System (BIOGRAPH von Siemens), erhält man biochemisch-funktionale und anatomisch-morphologische Informationen in nur einem Untersuchungsgang. Es können PET- und CT-Aufnahmen aus unterschiedlichen Systemen kombiniert werden, das Untersuchungsergebnis wird jedoch ungenauer als das der gemeinsamen Registrierung in PET/CT-Systemen. PET/CT wird heute besonders eingesetzt in der Tumordiagnostik (Primärdiagnostik, Untersuchung möglicher Metastasierung, Therapiekontrolle), bei der Diagnose koronarer Herzerkrankungen, bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer) und bei der Nierenfunktionsanalyse.
Quelle: Siemens Medical Solutions
PET/CT Kamera / Gerät:
Wir betreiben das hochmodernes PET/CT-Gerät Siemens Biograph Emotion 6, bestehend aus einem hochauflösenden Detektor-Vollring mit LSO-Kristallen und einem 6-Zeilen-Spiral-CT, mit dem anatomische Schnittbilder des Körperstamms innerhalb von 30 Sekunden erfaßt werden. Die PET-Aufnahmezeit verkürzt sich dadurch auf ca. 25-30 Minuten (herkömmlich ca. 60 Minuten). Der Kameraring hat einen komfortablen Durchmesser für eine flexible Patientenpositionierung. Dies erleichtert die Untersuchung auch für Patienten mit Klaustrophobie (Platzangst) oder Adipositas (bis 200 kg Körpergewicht). Die PET/CT-Aufnahmen können direkt für eine Bestrahlungsplanung der Strahlentherapie/Radioonkologie verwendet werden.